In der letzten Woche habe ich dir versucht, einen ganz normalen Samstag aus der Sicht einer 30-jährigen Single-Frau darzustellen und diese dabei geduzt. Sie fährt einkaufen für ihr Abendessen, zu dem sie ein paar Freunde eingeladen hat. Sie ist eine sehr nette gut gelaunte Frau, die mitten im Leben steht. Vielleicht will sie mal Kinder haben. Das weiß sie jetzt noch nicht genau; denn dazu fehlt ihr auch noch der richtige Partner. Und den kann man sich nun einmal nicht im Supermarkt kaufen oder online bestellen. Und sie macht sich schon Gedanken, ob es überhaupt gut ist, Kinder in unsere Welt zu setzen. Sie lebt nicht strikt vegan oder vegetarisch und sie geht eher selten im Biosupermarkt einkaufen. Einmal im Monat oder so. Durch die Medien und fridaysforfuture ist aber auch ihr Interesse und Bewusstsein für eine nachhaltigere Lebensweise erwacht und sie weiß um ihre Verantwortung auch als einzelner Mensch, dass sie etwas an ihrem bisherigen Lebensstil ändern muss und dies auch mittlerweile will. Helfen wir ihr einmal ein wenig auf die Sprünge. Was hätte sie an ihrem ganz normalen Samstag (Artikel verlinken Teil I) besser machen können? Ich schreibe meine Vorschläge unter jeden Absatz…

Mit dem Auto zum Supermarkt

Es ist ein normaler Samstagmorgen. Du fährst für deinen Wochenendeinkauf mit deinem Auto zum nächstgelegenen Supermarkt. Heute Abend soll groß gekocht werden, denn du hast Freunde eingeladen. Auf dem Weg in den Supermarkt steckst du dir ein Kaugummi in den Mund für besseren Atem. Du steigst aus dem Auto aus, nachdem du es auf dem Parkplatz eines Supermarkts abgestellt hast. Auf dem Boden zum Eingang liegen von Silvester noch jede Menge kaputte Raketen, Glitzerkonfettistreifen in Gold und das Papier von Knallerbsen herum. Du siehst es und denkst:” Ganz schön viel Müll und Plastik.” Aber du selbst hast ja auch ein paar Raketen steigen lassen und sie hinterher nicht entsorgt.

So machst du es besser:

Mit dem Auto zum Supermarkt. Muss das sein? Wenn du ein Fahrrad hast und es nicht gerade in Strömen regnet, dann schnapp dir deinen Rucksack und ab aufs Rad. Oder geh´ zu Fuß, wenn du es nicht allzu weit hast oder nimm die öffentlichen Verkehrsmittel. Kaugummi… Weißt du, was in konventionellen Kaugummis drin ist? Überwiegend weiches also kaubares Plastik. Ja, richtig gelesen. Du kaust also auf Plastik herum. Und Plastik wird überwiegend aus Erdöl erstellt. Hier einmal ein Artikel vom Spiegel aus dem Gesundheitsressort: https://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/aus-was-besteht-kaugummi-a-1022838.html

Also lass am besten die Finger davon. Mittlerweile gibt es aber auch Bio-Kaugummis, die aus anderen unbedenklichen Inhaltsstoffen bestehen. Hier noch ein weiterer interessanter Artikel von Utopia: https://utopia.de/ratgeber/erdoelprodukte-und-bessere-alternativen/

„Auf dem Boden zum Eingang des Supermarktes liegen von Silvester noch jede Menge kaputte Raketen, Glitzerkonfettistreifen in Gold und das Papier von Knallerbsen herum….. Schließlich hast du ja auch mitgeknallt.“ Die Knallerei an Silvester ist ein weiteres Thema, was ich kurz anschneiden möchte. Wenn man schon einmal Raketen und anderes Zeugs in die Luft gehen lässt, sollte man den Dreck, den man hinterlässt, auch wieder aufheben und richtig entsorgen. Generell schadet die Knallerei jedoch deinem Portemonnaie, der Umwelt und auch deiner Gesundheit, einmal ganz abgesehen von den Arbeitsbedingungen bei der Herstellung der Böller und Raketen… Also lass einfach komplett die Finger davon. Weitere Infos dazu habe ich auf der Seite vom UmweltBundesamt gefunden:

https://www.umweltbundesamt.de/themen/dicke-luft-jahreswechsel

Und auch bei Utopia zwei Links: https://utopia.de/silvester-neujahr-luftverschmutzung-feinstaub-raketen-74271/

https://utopia.de/feuerwerk-arbeitsbedingungen-china-indien-35189/

 

Zutaten für Spaghetti Bolognaise – fast alles ist in Plastik verpackt

Beim Betreten des Supermarktes hast du nur eins im Sinn: Tomaten, Zwiebeln, Champignons, Nudeln, Hackfleisch. Es soll eine schöne Spaghetti Bolognaise werden. Dazu noch Tomatensoße, Knoblauch und ach, Karotten können auch noch mit rein! Du stehst vorm Gemüseregal und überlegst kurz, ob du die Karotten unverpackt kaufen sollst. Das wären dann allerdings keine Biokarotten oder die in Plastik verpackten Biomöhren. Da sind zwar mehr drin, mehr als du brauchst und es ist in Plastik verpackt, aber Bio ist doch wichtiger, oder? Du entscheidest dich für die Biomöhren in der Plastikverpackung. Alle anderen Zutaten sind ebenfalls in Plastik verpackt. Nur die Zwiebeln kaufst du einzeln.

So machst du es besser:

Warum kaufst du nicht für eine Spaghetti sin Carne ein? Also ohne Fleisch? Es gibt mittlerweile viele Alternativen und so leckere Tomatensoßen, dass man auf das Fleisch in der Soße doch gut verzichten kann. Aber kommen wir einmal zu der Frage, ob du lieber einzelne Karotten, die nicht Bio sind, kaufen sollst oder lieber Bio, aber dafür in Plastik verpackt? Das ist wirklich nicht leicht zu beantworten. In diesem Fall hätte ich Jule zu den konventionellen nicht in Plastik verpackten Möhren geraten, da sie letztendlich einige ihrer Bio-Möhren entsorgen muss, da sie angefangen sind, zu schimmeln, weil sie sie nicht alle in kürzerer Zeit gegessen hat. Warum sind Bio-Lebensmittel denn eigentlich in Plastik verpackt, während Lebensmittel, die nicht Bio sind, nicht in Plastik verpackt sind? Hier kommt die Antwort, die ich im Stern-Artikel gefunden habe: https://www.stern.de/genuss/essen/plastik–warum-sind-bio-lebensmittel-eigentlich-verpackt–7082394.html

Versuche doch einfach Plastik zu vermeiden, indem du auf dem Wochenmarkt einkaufen gehst. Geht nicht, weil der immer dann ist, wenn du noch im Büro abhängst? Dann schau nach, wo der nächste Biosupermarkt ist. Zu weit weg, weil bei dir auf dem Dorf der nächste Biosupermarkt mehr als 20 km entfernt ist? Gibt es bei dir auf dem Dorf denn einen Biobauernhof, der einen kleinen Hofladen hat? Du siehst, es gibt meistens auch eine Alternative, um nachhaltiger einzukaufen.

 

Joghurt aus Kuhmilch im Becher

Dann brauchst du noch Zutaten für den Nachtisch. Ein Joghurt mit gefrorenen Beeren und Chiasamen in Kokosmilch soll es werden. Eigentlich nimmst du für dich selbst lieber den Joghurt aus Soja, aber du weißt, dass Marlen keine Sojaprodukte mag. Wie die anderen vier Gäste dazu stehen, weißt du nicht genau. Also greifst du heute ausnahmsweise zum Joghurt aus Kuhmilch. Du kaufst es nicht in einem großen Glas, sondern aufgeteilt in mehreren kleinen Plastikbechern. Du denkst, dass du ja nicht alles verwenden wirst und hast Angst, dass der restliche Joghurt im Glas dann schnell schlecht werden könnte. Nahrungsmittel wegwerfen “zu müssen”, tut dir schließlich im Herzen weh. Jetzt aber ab zur Kasse.

So machst du es besser:

Marlen mag also kein Sojajoghurt. Ich finde es gut, dass du so gastfreundlich bist und auf die einzelnen Bedürfnisse deiner Freunde eingehst. Aber wäre denn anstelle Joghurt aus Kuhmilch zu kaufen, nicht die bessere Alternative gewesen, ein Dessert zu zaubern, bei dem du keinen Joghurt benötigst? Ein einfacher Obstsalat oder ein veganer Schokobrownie wären evtl. auch eine gute Alternative gewesen. Oder du hättest einen Teil Sojajoghurt gekauft und einen Teil Joghurt aus Kuhmilch.

 

Fleecejacke und Fleecesocken im Winterschlussverkauf

Moment: beim Tchibo-Stand gibt es gerade tolle warme Fleecesocken und so eine gemütliche Fleecejacke. Ist ja gerade alles reduziert. Winter-Sale! Also schnell zugreifen und Fleecesocken und Fleecejacke landen bei dir im Einkaufswagen. Mist: An der Kasse fällt dir ein, dass du deine Stoffbeutel im Auto vergessen hast. Mit schweren Herzen kaufst du eine große Mehrwegplastik-Tasche aus recyceltem Plastik. Davon hast du nur leider schon sechs zuhause rumliegen. An der Kasse hast du die Wahl, ob du den Kassenbon mitnimmst oder ob er gar nicht erst ausgedruckt wird. Du entscheidest dich, dir den Bon geben zu lassen; denn letztens hat die Kassiererin aus Versehen 50 Cent mehr für die Bananen abgezogen. Sicher ist sicher.Jetzt schnell mit dem ganzen Kram zum Auto. Ab in den Kofferraum und los geht es.

So machst du es besser:

Es ist dir schon klar, dass weder Fleecesocken noch Fleecepulli nachhaltig sind?

Aber erst einmal stellt sich die Frage, ob du denn wirklich einen neuen Pulli und neue Fleecesocken brauchst oder ob es eher unter Spontankauf läuft, weil beide Kleidungsstücke reduziert gewesen sind?! Woraus bestehen denn Fleecepulli und Fleecesocken? Woraus besteht Fleece? Fleece besteht größtenteils aus Polyester z. B. aus recycelten PET-Flaschen. Das mag erst einmal nachhaltig klingen; denn so werden Plastikflaschen wieder verwertet, aber leider steht Fleece im Verdacht, „eine der Ursachen für die Entstehung von Mikroplastik zu sein, welches die Weltmeere verschmutzt. Bei jedem Waschgang lösen sich Kunststofffasern aus den Wäschestücken, die von Kläranlagen nicht vollständig entfernt werden können. Derartige Partikel wurden weltweit im Sediment von 18 Stränden gefunden, keine einzige Probe war frei davon.[4][5]“ (Zitat Quelle Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Fleece_%28Stoff%29)

Ein weiterer Artikel hier: https://de.contrado.com/blog/was-ist-fleece/

Klar: Fleece ist vegan. Trägt sich leicht und hält warm. Es gibt für Fleece definitiv alternative Kleidung aus pflanzlichen Materialien, die bio und nachhaltig sind. Mittlerweile gibt es auch Baumwollfleece zu kaufen. Ich habe auch Fleecekleidung zuhause. Das ist allerdings alles Second-Hand und wird von meinem Kind getragen. Ich selber trage kein Fleece und ich kaufe auch keine neuen Fleeceprodukte ein. Aber auch ohne andere Kleidungsstücke bestehen zu einem Großteil aus Kunststofffasern. Da jeder von uns mittlerweile Fleece zuhause hat, empfehle ich Fleece in einem feinporigen Wäschenetz zu waschen. Dort bleiben nach der Wäsche schon einmal einige Fusseln hängen. Auch im Wäschesieb deiner Waschmaschine, das du regelmäßig reinigen solltest, bleiben die Fusseln deiner Kleidung hängen. Bitte werfe diese Fusseln in den Restmüll und nicht ins Klo oder in den Abfluss vom Waschbecken.  https://www.blogpod.de/gesellschaft/181031/mikroplastik-ist-fleece-waschen-ein-umweltproblem 

 

Schnell noch zur Tankstelle

Tanken musst du auch noch. An der Tankstelle siehst du eine sehr hübsch – in durchsichtiger Plastikfolie – verpackte Sektflasche mit einem Glücksschweinchen drauf. Runtergesetzt. Das passt als zusätzliches Geschenk für deine Schwester, die morgen Geburtstag hat. Also gekauft! Zurück im Auto ärgerst du dich darüber, die verpackte Sektflasche gekauft zu haben. Das hätte nicht sein müssen. Egal jetzt. Schnell nach Hause.

Tja, wärst du nicht mit dem Auto gefahren, dann hättest du auch nicht tanken müssen und somit Geld gespart. Auch der schick eingepackten Sektflasche wärst du nicht begegnet und hättest wieder Geld gespart.

 

Was Neues zum Anziehen kaufen

Als deine Einkäufe ausgepackt und verstaut sind, überlegst du dir, was du für heute Abend anziehen könntest. Du bist unentschlossen. Das schöne Oberteil mit den goldenen Knöpfen ist total zerknittert, aber du hast keine Lust mehr zum Bügeln. Das andere Oberteil liegt mit Schweißgeruch in der Wäsche. Da blinkt auf deinem Handy eine Push-Nachricht von deiner H&M App auf: „Für Mitglieder gibt es auf alle reduzierten Fashion-Shirts noch einmal 15% extra!“ Dein Schnäppchenherz schlägt höher. Du überlegst, wie viel Zeit dir noch bleibt, springst erneut ins Auto und fährst kurzerhand zu H&M. Da sind aber nicht nur Fashion-Shirts reduziert, sondern auch Stoffhosen. Eigentlich wolltest du dir im Januar nichts Neues zum Anziehen kaufen, weil du genug hast. „Egal, dann fange ich mit dem Shopping-Detox eben im Februar an!“ Du kaufst drei Teile, ohne sie anzuprobieren. Werden sicherlich eh alle passen, denkst du. Drei Teile, die du nicht wirklich brauchst. Wenigstens steht bei einem „Conscious“ drauf. Ist also mit Biobaumwolle. Dein Gewissen wird ein wenig leichter.

So machst du es besser:

Wer von euch hat nicht schon einmal bei H&M eingekauft?! Die Klamotten sind immer im Trend, neben tollen neuen Fashion-Items gibt es die Basics, die man immer tragen kann und mit vielem kombinierbar sind. Ich habe selbst noch die App von H&M auf meinem Handy, habe mir aber für 2020 vorgenommen, nicht bei H&M oder anderen Modediscountern einkaufen zu gehen. Auch wenn es mir sicherlich das ein oder andere Mal schwer fallen wird. Du bist irgendwie an diesem Samstag im Kaufrausch und schaltest dein Gehirn nicht wirklich ein. So hast du doch bereits am Vormittag im Supermarkt Klamotten gekauft und jetzt noch bei H&M und warum? Aus reiner Bequemlichkeit. Dabei ist dein Kleiderschrank voll. Du müsstest ihn nur einmal wieder aufräumen und schon würdest du das eine oder andere Teil entdecken, das du – aus den Augen aus dem Sinn – schon lange nicht mehr getragen hast. Du brauchst nichts Neues. Auch nicht, weil es gerade extra reduziert ist. Und damit hättest du wieder einmal Geld und Zeit gespart und wesentlich nachhaltiger gehandelt, hättest du nichts gekauft. H&M ist ja bereits in 2018 in die Kritik geraten, als herauskam, dass die Modekette Kleidung verbrennt, die sie in den Geschäften nicht verkaufen konnte. Lies selbst: https://www.wiwo.de/unternehmen/handel/billigmode-jedes-stueck-das-hundm-verbrennt-ist-eins-zu-viel/23082372.html 

 

Vorbereitungen bevor die Gäste kommen

Zurück zu Hause hast du nur kurz Zeit, um schnell das Essen schon einmal vorzubereiten. Von den zehn Karotten benötigst du nur drei. Sonst wird es zu viel. Du schaust auf deine Fingernägel, die dringend einmal wieder aufgefüllt werden müssten. Und ärgerst dich, dass du bei der Nailartist-Dame keinen Termin mehr bekommen hast. Während die Bolognaise leise vor sich auf dem Herd dahin köchelt, gehst du unter die Dusche. Du wäscht deine Haare mit deinem Lieblingsshampoo. Dann noch schnell das Duschgel, das du von deiner Mutter zu Weihnachten geschenkt bekommen hast. Ist zwar leider mit Mikroplastik, aber es duftet so schön. Auf eine Flasche mehr oder weniger kommt es jetzt ja auch nicht an. Beim nächsten Mal bestehst du darauf, nur Naturkosmetik geschenkt zu bekommen. Schnell dann noch Deo unter die Arme sprühen und neues Make-Up auftragen. Fertig!

So machst du es besser:

Was, du hast künstliche Fingernägel?! Ja, in dunkelblau mit silbernen Sternchen drauf. Passend zum Winter. Die Nailartists geben aber auch immer ihr ganzes Können preis! Juchheee… Gelnägel bestehen aus Kunststoff. Da ist nichts Natürliches dran! Also wieder Plastik. Und dieses kostet natürlich auch Geld. Wie viele Nagelstudios es allein schon bei mir im Umkreis von 500 Metern hier bei mir in Berlin gibt? Es sind ungefähr zehn! Unglaublich. Mehr als es in dem Radius Friseure gibt! Wusstest du, dass Gelnägel nicht besonders hygienisch sind und zudem auch noch gesundheitsschädlich sein können? Lies mal hier: https://www.praxisvita.de/so-gesundheitsschaedlich-sind-gelnaegel-12031.html

oder hier: https://www.t-online.de/gesundheit/id_53018748/kuenstliche-fingernaegel-beguenstigen-nagelpilz-und-allergien-.html

Zum Thema Körperhygiene werde ich in Zukunft auch noch einige Artikel verfassen. Fakt ist: Um zu duschen brauchst du nicht gleichzeitig Shampoo und Duschgel. Du kannst dich auch mit dem Shampoo waschen. Schön, dass du immerhin weißt, dass es Kosmetik mit Mikroplastik gibt. Schade, dass du es dennoch weiterhin kaufst und benutzt.

 

Fehlkauf festgestellt und Gastgeschenke

Du ziehst das erste neugekaufte Oberteil an. Mit Erschrecken musst du feststellen, dass es vom Schnitt her gar nicht dein Ding ist. Es betont zu sehr deine Hüften. Du ärgerst dich, ziehst es aus und wirfst es aufs Bett. Zum Glück hast du nicht direkt das Preisschild abgeschnitten. So kannst du es noch vier Wochen lang umtauschen. Das 2. Oberteil passt ganz gut. Aber leider auch nicht perfekt. Zwei Kilos weniger würden dem Shirt gut tun. Egal, für heute Abend mit der neuen schwarzen Hose reicht es aus. Das Licht wird eh gedämmt. Die Hose passt zum Glück. Nun können die Gäste kommen. Sie bringen Gastgeschenke mit: einen Blumenstrauß mit Glitzer besprüht und als Glücksbringer Glücksklee – ebenfalls mit Glitzer besprüht – und mit einem Schornsteinfeger als Dekofigur sowie eine Packung Pralinen, die um die Verpackung herum noch einmal in Plastikfolie zusätzlich verpackt sind. Du nickst und bedankst dich, findest aber dieses Glitzergedöns nicht wirklich gut und die Pralinen kannst du gerade auch nicht gebrauchen. Naja, du kannst sie ja zum Glück weiter verschenken.

So machst du es besser:

Du ärgerst dich, dass dir eins der neu gekauften Kleidungsstücke angezogen nicht gefällt. Auch das 2. Oberteil hättest du lieber direkt im Laden anprobiert. Dann hättest du bereits vor Ort gewusst, dass du es nicht gekauft hättest, weil es nicht so super passt. Auch hier warst du wieder zu faul bzw. zu gestresst. Die Geschenke der Gäste finde ich leider sehr einfallslos. Es scheinen keine guten Freunde zu sein; denn als guter Freund bringt man nicht vom Blumenladen um die Ecke so einen Kitsch mit, der sich A eh nicht lange hält und B auch nicht nachhaltig ist. Als guter Freund hätte man sich entweder um den Nachtisch gekümmert oder beim Kochen geholfen oder etwas Individuelleres gekauft.

 

Erfolgreicher Abend mit leckerem Essen

Der Abend ist ein voller Erfolg. Das Essen schmeckt super, alle sind zufrieden. Am Ende geht der Sekt aus. Hättest du doch mehr Sekt gekauft. Spontan fällt dir die so hübsch verpackte Sektflasche ein, die du heute in der Tankstelle zum Geburtstag für deine Schwester gekauft hast. Die muss nun herhalten. Plastikfolie und Glücksschweinchen landen direkt im Müll und die Sektflasche wird auch noch geleert.

 

Drei Wochen später

…drei Wochen später: du erinnerst dich, dass du ja noch dein H&M Oberteil, das dir überhaupt nicht gut passte, umtauschen musst. Mist, dass du es heute nicht dabeihast. Auf dem Weg zum Yoga hättest du es wunderbar abgeben können. Du machst dir einen Eintrag in deinen Kalender, damit du das Oberteil nächste Woche nicht vergisst, mitzunehmen, wenn du zum Yoga gehst. Eine Woche später, du hast zwar das Kleidungsstück in deinem Rucksack, aber du gehst eher von Arbeit, weil du dich sehr schlapp fühlst. Daher gehst du auch nicht zum Yoga. Für drei Tage bist du krankgeschrieben, so dass du das Oberteil nun nicht mehr umtauschen kannst. Mit Etikett landet es in der hinteren Schrankecke. Schade!

Fehlkauf total, Geld verschwendet und nicht nachhaltig gehandelt. Setzen, 6!

 

Lebensmittelverschwendung

Die restlichen Karotten hast du nicht mehr verwenden können. Da du sie nicht direkt in den Kühlschrank gepackt hattest, sondern in deine Abstellkammer gestellt hattest, sind sie leider ganz weich geworden und ein paar sind angefangen zu schimmeln, weil sie in der Plastikschale noch Feuchtigkeit abgegeben haben.Das Oberteil, das du an dem Abend anhattest, hattest du bisher kein 2. Mal an. Es gab keine Gelegenheit und anstelle zwei Kilos abzunehmen, hast du leider eher zwei Kilos zugenommen.

Sehr schade. Beim nächsten Mal einfach kontrollierter einkaufen. Das, was wirklich gebraucht wird.

Ihr Lieben, das ist nur ein Beispiel. In Zukunft gibt es weitere Beispiele aus dem Alltag. Alltagsszenarien und Tipps und Hinweise von mir!

Schick mir doch gern auch ein Beispiel aus deinem Alltagsleben, das ich hier veröffentlichen kann. Schreib mir einfach einen normalen Alltag auf. Was hast du getan, was hast du wofür eingekauft, was hast du gegessen? Gerne gebe ich dir Tipps, wie du (noch) nachhaltiger hättest handeln können.

Einfach per Mail an: sabrina@wielebeichnachhaltiger.de

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